Thursday, April 6, 2017

Einfache Tipps für bessere Bilder – Teil 1

Manchmal können die einfachsten Tipps sehr hilfreich sein, denn zwischen all den neuen Technikangeboten, Tutorials und Marketingtricks verliert man das Wesentliche schnell aus den Augen. Dabei liegt eine gelungene Aufnahme oft gar nicht an der Technik, ja oft noch nicht einmal am eigenen Können. Unsere Tipps setzen bei den ganz kleinen Dingen an.

Jetzt stutzen sicher einige, denn wie kann es nicht vom eigenen Können abhängen, ob eine Aufnahme gelingt? Ganz einfach: Oft können wir viel mehr als wir glauben und können dies aus unterschiedlichsten Gründen bloß nicht abrufen. Wenn das geschieht, ist es völlig egal, wie viel Wissen und Erfahrung wir uns angeeignet haben. Am Ende produzieren wir Arbeiten, mit denen wir unzufrieden sind. Unzufrieden nicht unbedingt, weil sie schlecht sind, vielleicht loben andere die Ergebnisse sogar. Aber wir sind unzufrieden, weil wir die Diskrepanz zwischen unserem Können und dem, was wir abliefern, insgeheim kennen.

Dieses Wissen nagt stärker an mir und ist weit schlimmer, als eine negative Kritik oder enttäuschte Kund*innen. Man selbst ist sich ja bekanntlich der größte Kritiker. Wir müssen also zunächst herausfinden, warum wir unser Können oft nicht voll einsetzen und was wir dagegen tun können. Dafür habe ich einige kleine Tricks und Ideen gesammelt, die ich Euch als Artikelserie in den nächsten Wochen mit auf den Weg geben möchte. Jeweils mit einer kleinen Aufgabe, deren Lösung Ihr gern in den Kommentaren zeigen oder verlinken dürft.

Glaube an Dich

Die Angst, zu versagen, ist lähmend und oft steht man sich nur selbst im Weg durch den großen Druck, den man sich macht. Selbstzweifel sind völlig normal, aber nur bis zu einem gewissen Grad hilfreich. Dank ihnen wollen wir immer besser werden, lernen weiter und probieren Neues aus. Selbstzweifel sind also nicht grundsätzlich negativ, sondern sogar sehr konstruktiv. Aber nur, wenn man ihnen nicht die Kontrolle über die Handlungen und Gedanken überlässt.

Ab einem gewissen Punkt lösen sie nämlich genau das Gegenteil aus und führen zu Resignation. Dann, wenn man sich fühlt, als würde man stagnieren. Dann, wenn man glaubt, alle anderen sind viel besser und deshalb nimmt man lieber gar nichts mehr in Angriff, weil es ja doch nichts bringt. An diesem Punkt auszubrechen, ist unendlich schwer. Aber es geht allen so! Und allein dieses Wissen sollte motivieren. Wenn andere trotz negativer Gedanken weiter machen und Großartiges schaffen, kannst Du das auch.

In unserer Gesellschaft wird der Glaube an sich selbst oft mit Arroganz verwechselt. Dabei geht es gar nicht darum, sich selbst über andere zu stellen, sondern lediglich, das eigene Potenzial zu entdecken und sich an Grenzen zu bringen und diese am besten zu durchbrechen.

Oscar Wilde schrieb: „Wer nicht über seine Verhältnisse lebt, leidet an Fantasiemangel.“ Ich mag das Zitat sehr und es lässt sich ganz wunderbar auf den Glauben an sich selbst übertragen. Wenn man sich selbst nichts zutraut, wird man auch nichts erreichen. Wenn man sich etwas scheinbar Unmögliches zum Ziel setzt, wächst man daran und wer weiß, am Ende merkt man vielleicht, dass das scheinbar Unmögliche doch realistisch ist. Wichtig ist es, nicht vor Angst gelähmt in der Ecke zu stehen, sondern sich etwas zuzutrauen und einfach zu machen.

Stagnation gibt es nicht

Zugegeben: Es liest sich einfacher, als es ist. Aber irgendwo müssen wir ja anfangen. Damit es etwas einfacher wird, ein konkretes Beispiel mit einer Aufgabe für Dich. Die meisten Kreativen berichten mir, wie sehr sie die Entwicklung anderer bewundern und dass sie einfach keinen Schritt vorwärts machen. Das ist Blödsinn. Solange man fotografiert, macht man auch Fortschritte. Nur sieht man diese selbst am wenigsten.

Das ist wie bei Eltern, die sich wundern, wenn die Verwandten meinen, die Kinder seien aber gewachsen und es selbst nicht bemerken. Entwicklung geht Schritt für Schritt langsam und wenig wahrnehmbar voran. Man bemerkt sie erst, wenn andere einen darauf ansprechen oder die Sommerkleider des vergangenen Jahres gleich zwei Nummern zu klein sind.

Man kann die eigene Entwicklung aber durch einen simplen Trick wahrnehmbar machen: Sucht in Eurem Archiv nach drei Fotos, die Ihr ganz zu Beginn gemacht habt. Und dann nehmt Euch Eure drei letzten Bilder und stellt diese gegenüber. Je nachdem, wie lange Ihr schon fotografiert, werdet Ihr hier einen kleineren oder größeren Unterschied feststellen. Vielleicht ist er nicht so groß wie Ihr ihn Euch erhofft habt, aber schlechter werden Eure Bilder durch Übung garantiert nicht.

Es ist wichtig, sich selbst vor allem mit sich selbst zu vergleichen und nicht mit anderen. Fotograf*innen, die Du so bewunderst, sind vielleicht schon seit Jahren kreativ oder machen täglich ein neues Bild. Sie haben vielleicht einen Job, der ihnen sehr viel Zeit für ihr Hobby lässt oder können sich voll und ganz auf die Fotografie einlassen, weil sie ihr Job ist. Natürlich sind ihre Ergebnisse dann besser, denn sie haben viel mehr Übung.

Zudem hat jeder Mensch ein ganz eigenes Tempo beim Lernen. Das zu akzeptieren, ist wichtig. Klar kann man sich darüber ärgern, wenn eine 18-Jährige mit Bildern um die Ecke kommt, die man in den zehn Jahren, die man nun schon fotografiert, nicht zu erreichen glaubt. Aber das ist okay. Wahrscheinlich hat sich diese Fotografin einfach nicht so viel mit anderen verglichen und ist dann selbstzweifelnd zurückgewichen.

Die Fotoaufgabe

Die erste Fotoaufgabe habe ich schon angerissen. Jetzt noch einmal ganz konkret:

  • Suche drei Deiner ersten Aufnahmen aus Deinem Archiv heraus
  • Suche drei Deiner letzten Aufnahmen aus Deinem Archiv heraus
  • Erstelle bis zu drei Collagen, indem Du je eines der alten Bilder einem Deiner neuen Fotos gegenüber stellst
  • Sieh Dir die Unterschiede genau an, werde Dir Deiner Fortschritte bewusst
  • Hebe die Collage auf und sieh sie Dir bei Selbstzweifeln und wenn Du einen Motivationsschub brauchst, wieder an
  • Wenn Du möchtest, zeig uns Deine Collagen gern in den Kommentaren

Ich hoffe, Euch gefällt die Idee der Artikelserie. Ihr solltet auch in den zukünftigen Artikeln keine Techniktipps von mir erwarten und ich werde Euch nicht sagen, wie Ihr fotografieren müsst und welche Regeln Ihr beachten müsst, um erfolgreich zu sein. Eher werde ich das Konstrukt und Denken über „gut“, „schlecht“ und „erfolgreich“ aufbrechen. Die Serie soll motivieren und Euch Euer Potenzial bewusst machen. Viel Spaß dabei!

Das Titelbild stammt von Sacha Styles.


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