Tuesday, August 15, 2017

Einfache Tipps für bessere Bilder – Teil 3

Im dritten Teil meiner kleinen Artikelserie soll es um Stilfindung gehen und darum, einen offenen Blick auf die eigenen Arbeiten zu bekommen. Gerade am Anfang der Beschäftigung mit Fotografie verzweifelt man oft: Überall sieht man Bilder, vergleicht sich mit anderen und weiß nicht, in welche Richtung es gehen soll. Unsere Gastautorin Samantha hat das Problem in ihrem Artikel „Wer bin ich?“ gut erklärt.

Ist es wichtig, einen eigenen Stil zu haben?

Die kurze Antwort dazu wäre: „Nicht wirklich.“ Aber ganz so einfach möchte ich es nicht stehen lassen, daher hier meine ausführlicheren Gedanken dazu.

Einen Stil im Sinne von Wiedererkennungswert brauchst Du, wenn Du mit Deinen Fotos Geld verdienen möchtest. Als Hochzeitsfotograf*in zum Beispiel sollte die Kundschaft erkennen können, welche Art Bildern sie am Ende bekommt. In der Dienstleistungsfotografie ist ein Wiedererkennungswert daher sehr wichtig.

Einen eigenen Stil im Sinne von Einzigartigkeit haben nur sehr wenige. Das liegt zum einen daran, dass sich viele Fotograf*innen am Massengeschmack orientieren und am Ende zwar immer denselben Stil anbieten, aber eben keinen eigenen besitzen. Rein finanziell gesehen, kann das wunderbar funktionieren.

Es gibt aber auch Fotograf*innen, deren Bilder diesen individuellen Wiedererkennungswert haben und die ebenfalls erfolgreich damit sind. Sie haben eine Nische gefunden und sind erfolgreich, weil ihr individueller Stil nicht dem Massengeschmack entspricht. Um Geld mit der Fotografie zu verdienen, braucht man diesen eigenen Stil nicht unbedingt, aber es macht sicher mehr Freude, wenn man sich nicht den bestehenden Idealen anpassen muss und seinen eigenen Geschmack durchsetzen kann. Zudem hat man mit einem eigenen Stil weniger Konkurrenz.

Möchte man in der Kunstwelt erfolgreich sein, ist dieser individuelle Stil ebenfalls unerlässlich. Fotografiert man einfach nur gern und hat Freude am Kreativen, dann kann und sollte man machen, was man möchte. Fotografierst Du gern heute das eine und morgen das andere? Dann ist das absolut okay und ich wünsche Dir allen erdenklichen Spaß beim Experimentieren, auch wenn Du gerade nicht die Fotografie revolutionierst.

Den eigenen Stil finden

Am Ende von all Deinen Experimenten wirst Du ganz aus Versehen Deinen Stil entdecken. Wahrscheinlich genau dann, wenn Du ihn am wenigsten suchst. Ich rate dazu, viel zu experimentieren, Dich am besten in jedem Fotogenre einmal auszuprobieren und so nachzufühlen, was Dir liegt. Auch einfach einmal nachzuahmen und zu kopieren, wenn Dir etwas Bestimmtes gefällt.

Ganz bewusst zu kopieren, kann für die eigene Entwicklung sehr wichtig sein. Man sollte diese Kopien nur nicht unbedingt veröffentlichen oder sie zumindest als Kopie kennzeichnen. Man sollte sie einfach als das ansehen, was sie sind: Studien.

In der Malerei sind diese Studien völlig normal. In Ausstellungen sitzt meist in jedem Raum jemand und zeichnet ein Bild von der Wand ab. So lernt man eine Menge für die eigenen Arbeiten. Am Ende erschafft man aus dem Gelernten nach Jahren etwas völlig Neues, weil man die Erkenntnisse von damals mit etwas anderem Gelernten und bereits Bestehendem verknüpft und dadurch etwas völlig Neues kreiert.

Wir bauen alle auf bereits bestehenden Dingen und Kunstformen auf. Niemand ist ein unbeschriebenes Blatt. Einflüsse prägen uns unser Leben lang, weshalb kein Mensch wie der andere ist oder denkt. Deshalb ist es auch allen möglich, ganz eigene, neue Dinge zu kreieren. Jede*r ist in der Lage, einen eigenen Stil zu finden!

Fotoaufgabe

  • Suche fünf Deiner Aufnahmen aus, die Du besonders gern hast
  • Nimm Dir Zeit und sieh sie Dir in Ruhe an
  • Schreibe Gemeinsamkeiten auf, die sie verbinden
  • Bitte Freunde darum, ebenfalls Gemeinsamkeiten in den Bildern zu suchen und aufzuschreiben
  • Siehst Du in den Gemeinsamkeiten vielleicht eine Stilrichtung, in die Du Dich weiterentwickeln möchtest? Dann mach in dieser Richtung weiter.
  • Findest Du keine oder nur wenig Gemeinsamkeiten, dann mach einmal etwas komplett Neues und experimentiere weiter.

Zusammenfassung: Ein eigener Stil kann erfolgreich und glücklich machen, aber nur wenige erfolgreiche Fotograf*innen haben ihn. Am besten suchst Du ihn gar nicht und hast einfach Spaß am Fotografieren. Dann findet er Dich von ganz allein.


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